Säure-Basen-Haushalt

Einführung

Unsere Lebensweise hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit: die Kosmetikprodukte, die wir täglich verwenden, unsere Eßgewohnheiten, das von uns gelebte Verhältnis zwischen Arbeit/Entspannung, unsere seelische Verfassung...

Wenn wir uns bewußt für mehr Gesundheit im Leben entscheiden möchten, ist es notwendig einige Mechanismen zu erkennen und zu verstehen. Sie sind einfach.

pH Werte

Zum leichteren Verständnis soll hier mehr über pH Werte erklärt werden.

Der pH Wert sagt die Konzentration an Säure/an Basen einer Flüssigkeit aus.

"pH neutral" bedeutet: weder basisch noch sauer und liegt bei 7

pH Werte von 0 - 6,9 liegen im sauren Bereich

pH Werte von 7,1 - 14 liegen im basischen Bereich

Fruchtwasser und Wasser

Das heranwachsende Kind im Bauch der Mutter bekommt in den ersten 9 Monaten eine basische Umgebung zum Schutz und Erhalt seiner Entwicklung: das Fruchtwasser. Es hat einen pH Wert von 8,5.

Wasser spielt auch eine wichtige Rolle im Leben. Es hat einen pH Wert von 7,5, also leicht basisch.

Körperflüssigkeiten

70% des Körpergewichtes besteht aus Körperflüssigkeiten.

Zellen von Muskelgewebe haben zum Beispiel einen Wasseranteil von 75 %, Blutplasma 90 %, Körperfett 25 %, Knochen 22 %.

Körperflüssigkeiten sind unter anderem Blut, Lymphe, Verdauungssäfte (Speichel, Galle..), Urin, Schweiß, Tränenflüssigkeiten, Menstruation, Samenflüssigkeiten, Sekrete (Vaginalsekret, Nasensekret...)...

Körperflüssigkeiten haben unterschiedliche pH Werte. Hier einige Beispiele:

Blut 7,35 - 7,45

Speichel 7,1

Galle 8,5

Bauchspeicheldrüsensaft 7,5 - 8,8

Darmsaft 8

Magensaft 1,6 - 3,2

Urin (am Nachmittag) 7 - 7,5

Jede Körperflüssigkeit hat einen anderen pH-Wert aber insgesamt bewegt sich der pH-Wert des Körpers mit seinen Körperflüssigkeiten zwischen 7,35 und 7,45.

Dieses basische Milieu macht unsere Gesundheit aus.

Die Körperflüssigkeiten transportieren Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen und deren Zellen und sorgen für den Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten.

pH Werte und Enzyme

Enzyme haben wichtige Stoffwechselfunktionen, denn sie steuern den Großteil aller biochemischen Reaktionen im Körper.

Für die reibungslose Abwicklung dieser Vorgänge sind unter anderem konstante pH Werte notwendig. Daraus ergibt sich, daß es von großer Bedeutung ist, für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper zu sorgen.

Auslöser der Übersäuerung

Die Ursachen für Übersäuerung und die daraus entstehenden Säuren sind unter anderem:

- falsche Ernährung (Gerbsäure, Harnsäure, Oxalsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure)

- Getränke : süß oder alkoholhaltig, Sprudel (Weinsäure, Phosphorsäure, Kohlensäure)

- negative Gefühle wie Stress, Entäuschung, Ärger (Salzsäure)

- sportliche Überanstrengung (Milchsäure)

- Medikamente inkl. Pille (Acethylsalizylsäure)

- Chemotherapie (Harnsäure)

- Rauchen (Nikotin)

- Schwermetalle im Mund (wie Amalgam, Quecksilber, Blei)

Bei Übersäuerung werden dem Körper Mineralstoffe entzogen. Sie sind Bestandteil des Gewebes, der Kopfhaut, der Knochen, der Nägel... Diese basischen Mineralstoffe (wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen...) neutralisieren die überschüssige Säure. Dabei entsteht ein neutrales Salz, sogenannte Schlacken.

Bei Übersäuerung ist der Bedarf an Mineralstoffen zwecks Säureneutralisierung hoch und bleibt unverändert hoch zum Teil über lange Zeiträume.

Diese Mineralstoffe stehen für den täglichen normalen Verbrauch des Körpers nicht mehr zur Verfügung. Langfristig können Mängel auftreten. Es ist einem Raubbau gleichzusetzen.

Bei Übersäuerung verdicken sich die Körperflüssigkeiten. Die Zellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und von ihren Abfällen befreit. Die Zellen sind den zu sauren Körperflüssigkeiten ausgesetzt und erleiden einen Schaden.

Bei Übersäuerung vermehren sich die Schlacken im Körper und setzen Gewebe und Organe zu.

Fazit

Übersäuerung bedeutet

- Entmineralisierung

- Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen

- aggresive Wirkung der Säure auf Haut, Schleimhaut, Gelenke, Knochen, Wirbel

- Verschlackung der Organe.

Symptome der Übersäuerung

Dies bildet die Grundlage für eine Vielfalt von Krankheiten. Unter anderen:

- Haarausfall

- Juckreiz im Bereich der Kopfhaut, trockene, entzündete Kopfhaut

- Psoriasis im Bereich der Kopfhaut

- fettige Kopfhaut/Haare

- Schuppen

- Migräne

- Parodontose

- Zahnstein

- Karies

- Hautprobleme (Akne, Neurodermitis, Psoriasis, fettige Haut, trockene Haut, Herpes, Warzen, Hautpilz, Ekzem...)

- Entzündungen der Haut und Juckreiz

- Altersflecken

- Schrunden

- Fersensporn

- Übermäßiges und unangenehmes Schwitzen, Nachtschwitzen

- Gicht

- Hämorrhoiden

- Krampfadern

- Gliederschmerzen

- Schwangerschaftsbeschwerden (Schwangerschaftsstreifen, Juckreiz, Haarausfall, Hitzewallungen, Ödeme...)

- Beschwerden der Wechseljahre (Hitzewallungen, Haarausfall, Cellulite, Krampfadern, trockene Haut, Ödeme...)

- Cellulite

- Krämpfe

- Übergewicht

- Osteoporose

- Müdigkeit, Energieabfall

- Allergie

- Ödeme

- Arthritis

- Arthrose

- Infektionsanfälligkeit